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St. Pölten: Kindergarten-Pionierin Schörl soll Denkmal erhalten

Wettbewerb unter Bildhauerinnen mit Einreichfrist 8. März ausgeschrieben - Stele der Ordensfrau und Pädagogik-Vorreiterin
17.02.2017, 13:45 Uhr Österreich/Kirche/Vorschule/Kindergarten/Bildhauerei/Pädagogik/Orden
St. Pölten, 17.02.2017 (KAP) Die Pädagogik-Pionierin Mater Margarete Schörl (1912-1991) erfährt nun auch in ihrer Heimat Österreich zunehmend Anerkennung: In St. Pölten soll ein Denkmal für die Ordensfrau, die die Vorschulpädagogik bis heute wesentlich prägte, errichtet werden, teilte die Diözese St. Pölten am Freitag mit. Ausgeschrieben wurde ein Wettbewerb für Bildhauerinnen, eine Büste aus Stein, platziert auf einer Betonstele, zu entwerfen. Einsendeschluss für Entwürfe ist der Internationale Frauentag am 8. März.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, kürt eine unabhängige Fachjury das Siegerprojekt, das dann auch umgesetzt wird. Sponsorinnen des Wettbewerbs und der Errichtung des Denkmals sind die Frauen des "Club Soroptimist International Allegria St. Pölten".

Während Schörls pädagogische Konzepte in Deutschland und zahlreichen anderen Ländern schon seit langem erfolgreich umgesetzt werden, werden ihre Leistungen in ihrer Heimat St. Pölten erst seit ihrem 100. Geburtstag 2012 wieder in Erinnerung gerufen. Vergangenen Herbst widmete sich etwa eine Tagung der von Schörl geprägten "Erziehungspartnerschaft" zwischen Eltern und Kindergartenpädagogen. Am 14. März (19 Uhr) bietet die Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie der Pastoralen Dienste gemeinsam mit dem Club Soroptimist "Impulse zur Schörl-Pädagogik" im Praxiskindergarten der BAfEP St. Pölten.

Margarete Schörl wurde 1912 in Wien geboren, wuchs nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei Verwandten in der Nähe von Krems auf und trat 21-jährig in den Orden der "Englischen Fräulein" (heute: Congregatio Jesu) ein. Sie ließ sich als Kindergartenpädagogin ausbilden, wirkte als Erzieherin und leitete im Institutshaus des Ordens in Krems einen "Versuchskindergarten für Erziehungsreform". Zur Pionierin der offenen Kindergartenpädagogik wurde sie mit Konzepten wie der "nachgehenden Führung" oder dem "Raumteilverfahren", wobei sie auf den Grundsätzen Menschenwürde, Solidarität, Gemeinwohl, Subsidiarität, Freiheit und Verantwortung aufbaute. Die Erkenntnisse der Ordensfrau, die 1991 in St. Pölten starb, prägten die deutschsprachige Kindergartenpädagogik wesentlich.

(Entwürfe bis 8. März 2017 an Renate Minarz, Schupfengalerie Herzogenburg, reri.minarz@aon.at)
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