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Straße über Klostergrund in Ägypten: Staat will nicht einlenken

Mönche und Behörden finden seit zwei Jahren keinen Kompromiss
17.02.2017, 14:42 Uhr Ägypten/Kirche/Regierung/Konflikte/Straßenbau
Vatikanstadt-Kairo, 17.02.2017 (KAP) Der seit mehr als zwei Jahren anhaltende Streit zwischen ägyptischen Behörden und dem koptischen Sankt-Makarios-Kloster bei der Oasen-Stadt Fayum um einen das Wadi El Natrun durchquerenden Straßenbau über Klostergrund geht weiter. Nach einer Anhörung bestätigte der Anwalt der Mönche, dass die eingerichtete Kommission bislang keine angemessene Lösung für eine eventuelle Entschädigung gefunden und unterbreitet habe, meldete der vatikanische Missionspressedienst "Fides" am Freitag.

Die geplante Straßenverbindung zwischen Fayum und einem weiteren nahe gelegenen Oasengebiet bedrohe das archäologische Ausgrabungsgelände einer Kirche aus dem vierten Jahrhundert sowie die Wasserversorgung des Sankt-Makarios-Klosters, betonten die Mönche. Vor Beginn der Bauarbeiten hatten sie mehrere Alternativen vorgeschlagen, die das Kloster verschont hätten. Auch der für die archäologischen Stätten zuständige ägyptische Minister habe sich gegen das Projekt in seiner jetzigen Form ausgesprochen.

Als sich die Bulldozer vor zwei Jahren dem Klostergebiet näherten, hatten die koptischen Mönche sich ihnen in den Weg gelegt, um einen Weiterbau zu verhindern. Die muslimischen Bauarbeiter seien mit dem Ruf "Allahu akbar" auf die christlichen Ordensleute zugefahren, hieß es damals.

Ein Mönch, der bei den damaligen Streitigkeiten festgenommen worden war, sei weiterhin in Haft. Ein offizielles Gnadengesuchs des Klosters an Präsident Abdel Fattah al-Sisi sei ungehört verhallte, berichtete "Fides" am Freitag.

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