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Pastoraltheologin: "Sakramentenpastoral nicht vergeblich"

Linzer Theologin Wustmans: "Sakramente Gaben, die man mit Großzügigkeit schenken soll" - Strukturprozesse in Diözesen positiv
03.03.2017, 11:03 Uhr Österreich/Kirche/Sakramente/Wustmans/Theologie
Wien-Linz, 03.03.2017 (KAP) Für die Linzer Pastoraltheologin Hildegard Wustmans ist "Sakramentenpastoral" nicht vergeblich. Der Empfang eines Sakraments sei etwas "Intimes zwischen Mensch und Gott", dessen "Erfolg" nicht alleine daran festgemacht werden könne, ob etwa Jugendliche nach der Firmung in den Sonntagsgottesdienst gehen. Sakramente seien Gaben "und die sollte man auch wirklich mit Großzügigkeit schenken", so Wustmans in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Furche".

Als Service-Unternehmen für Kirchenbeitragszahler will sie die Kirche aber nicht verstanden wissen, "denn diese Menschen machen mehr, als nur Kirchenbeitrag zu zahlen". Der Wunsch, kirchlich zu heiraten oder etwa das eigene Kind taufen zu lassen, zeige, "dass es nach wie vor eine Verbindung gibt, und die wird hier sichtbar".

Diese Menschen bräuchten den "Dauerkontakt zur Pfarre" nicht, um ihre Kirchenmitgliedschaft, ihre Religiosität zum Ausdruck zu bringen. Der oft genannte Vorwurf "Ihr zahlt nur Kirchenbeitrag und verhaltet euch wie das ÖAMTC-Mitglied" greife zu kurz, so Wustmans. "Sie haben eine Beziehung zur Kirche, sie trauen der Kirche, sie trauen Gott etwas zu."

Von der Kirche wünscht sie sich künftig eine vielfältigere Pastoral: "Die Präsenz" des Evangeliums nur auf die Pfarre zu reduzieren, hält sie für falsch. "Es gibt ganz viele andere Orte, die es ermöglichen, die Botschaft des Reiches Gottes da zu erfahren, wo sie als Frage aufbricht". Die Strukturprozesse, die aktuell in vielen Diözesen im Gange sind, sieht die Pastoraltheologin daher auch positiv: Wer im größeren Raum denke, habe mehr Potenzial. Gleichzeitig verlange dies aber, "dass ich meine Rolle als pastorale Mitarbeiterin anders definieren muss".

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