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Scheuer: Politik und Medien brauchen Besonnenheit

Bischof Manfred Scheuer, Diözese Innsbruck
Linzer Bischof thematisiert bei Medienempfang "stark emotionale Rücktritte" von Spitzenpolitikern sowie soziale und ökologische Verantwortung
Rücktritte
19.05.2017, 08:53 Uhr Österreich/Kirche/Medien/Politik/Scheuer
Linz, 19.05.2017 (KAP) Wenn mediale Zuspitzungen und ein vergiftetes politisches Klima ausschlaggebend für die "stark emotionalen Rücktritte" von Spitzenpolitikern sind, dann braucht es dafür als Gegenmittel "mehr Besonnenheit, Überlegtheit und Nachdenklichkeit" in Politik und Medien. Das gab Bischof Manfred Scheuer am Donnerstagabend beim Empfang für Medienschaffende in Linz zu bedenken und nahm damit Bezug auf die jüngsten Rücktritte von Eva Glawischnig (Grüne) und Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Der Linzer Bischof plädierte dabei für ein Wiederentdecken der Kontemplation im Sinne von "Orten der Aufmerksamkeit". Gleichzeitig brauche es "Beweglichkeit im Denken". Damit sei das autonome Denken genauso gemeint wie die Fähigkeit, sich in das Denken eines anderen versetzen zu können.

Ort des diözesanen Medienempfanges war erstmals der Garten des Bischofshofes in der Linzer Innenstadt. Er war bewusst mit Blick auf den thematischen Schwerpunkt des Abends ausgewählt worden, bei dem es um die soziale und ökologische Verantwortung ging. Im Zentrum standen dabei die Kernaussagen von Papst Franziskus in seiner Enzyklika "Laudato si", die von Edeltraud Artner-Papelitzky präsentiert wurden. Der Mensch, seine Erlösung und die Schöpfung seien "not for sale - nicht käuflich und nicht zum Ausverkauf", betonte die Vorsitzende des Linzer Pastoralrates unter Bezugnahme auf die in Namibia in dieser Woche stattgefundene Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes.

Mit dem diesjährigen Medienempfang griff Bischof Scheuer wieder eine Gepflogenheit auf, die einige Jahre unterbrochen war. Unter den Teilnehmern aus der Kirche waren Generalvikar Severin Lederhilger sowie nahezu die gesamte Leitungsspitze der Diözese, die den Abend für persönliche Gespräche mit Journalisten und Medienverantwortlichen nutzen konnten.
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