Sonntag 20. August 2017
myKathpress LOGIN

US-Bischöfe verurteilen Gewalttaten von Charlottesville

3 Tote und 35 Verletzte nach Eskalation einer rechtsextremen Kundgebung - Kritik an Trump-Äußerung zu Toten in Charlottesville
13.08.2017, 12:39 Uhr USA/Kirche/Gewalt/Demonstration/Trump
Washington, 13.08.2017 (KAP/KNA) Die katholischen Bischöfe in den USA verlangen nach den gewalttätigen Ausschreitungen in Charlottesville eine Rückkehr zum Frieden. Bischofskonferenz-Vorsitzender Kardinal Daniel diNardo verurteilte die "abstoßenden Gewalttaten von Charlottesville" als einen "Angriff auf die Einheit unseres Landes". Er rief zu Gebet und friedlichen Aktionen auf. Ähnlich äußerten sich mehrere Ortsbischöfe. Zugleich wurde von verschiedenen Seiten massive Kritik an den Äußeungen von US-Präsident Trump zu den Ausschreitungen laut

Eine rechtsextreme Kundgebung in der US-Stadt Charlottesville war am Samstag eskaliert. Es gab 3 Tote und 35 Verletzte. Einige davon schweben laut US-Medienberichten in Lebensgefahr. Eine 32-jährige Frau wurde getötet, als ein Auto offenbar vorsätzlich in eine Gruppe von Gegendemonstranten raste, die Transparente gegen Rassismus trugen. Mehrere Personen wurden durch den Aufprall in die Luft geschleudert. Der Fahrer, ein junger Weißer, wurde verhaftet; gegen ihn wurde eine Mordermittlung aufgenommen.

US-Präsident Donald Trump wandte sich gegen Hass und Vorurteile und sprach wiederholt von "Gewalt auf vielen Seiten". Vertreter von Republikanern und Demokraten sowie Bürgerrechtler kritisierten seine Äußerungen zu den Vorfällen im Bundesstaat Virginia als halbherzig und empörend. Senator Cory Gardner von Trumps republikanischer Partei beklagte, der Präsident hätte sich eindeutig von rechtsextremem Rassismus abgrenzen müssen. "Wir müssen das Böse beim Namen nennen. Das war inländischer Terrorismus", twitterte Gardner.

Zuvor hatte es ab Samstagmittag Straßenschlachten zwischen Hunderten rechtsextremen Demonstranten und Gegendemonstranten gegeben. Virginias Gouverneur Terry McAuliffe rief den Ausnahmezustand aus. Medienberichten zufolge war der Aufmarsch mit dem Motto "Vereint die Rechte" die größte Kundgebung von Rechtsextremen, Neonazis und Ku-Klux-Klan-Mitgliedern seit zehn Jahren.

Der frühere Ku-Klux-Klan-Anführer David Duke berief sich ausdrücklich auf Präsident Trump. "Wir erfüllen seine Versprechen", sagte er. "Dafür haben wir ihn gewählt, weil er uns unser Land zurückgeben will." Gouverneur McAuliffe forderte die Rechtsextremisten auf, nach Hause zu gehen. Er sagte: "Ihr tut so, als seid ihr Patrioten. Aber ihr seid alles andere als Patrioten!"
  • Foto
  • Audio
  • Video
  • Rosa: "Krise der Religion und Krise der Öffentlichkeit hängt zusammen"

    06.08.2017, 14:37 Uhr
    Vortrag des Jenaer Soziologen zum Abschluss der "Salzburger Hochschulwochen" am 6....

    Rosa: "Öffentlichkeit funktioniert nur auf Basis einer religiösen Grundhaltung"

    06.08.2017, 14:35 Uhr
    Vortrag des Jenaer Soziologen zum Abschluss der "Salzburger Hochschulwochen" am 6....

    Rosa: "Bibel ist Dokument des Schreiens, Hoffens, Sehnens"

    06.08.2017, 14:27 Uhr
    Vortrag des Jenaer Soziologen zum Abschluss der "Salzburger Hochschulwochen" am 6....

    Schavan: "Schockenhoff spricht regelmäßig in gesellschaftliche und kirchliche Öffentlichkeit hinein"

    02.08.2017, 23:13 Uhr
    Laudatio der deutschen Botschafterin am Hl. Stuhl, Annette Schavan, zur Verleihung des...
Die neue Kathpress-APP ist da!

Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen Hier kostenlos die neue Kathpress-APP herunterladen

Jetzt kostenlos herunterladen!  » mehr Infos

Letzte Tweets

© 1947-2017 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
Darstellung:
http://www.kathpress.at/