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Schönborn: Kreuz soll Welt gerechter machen

Holzkreuz
Kardinal in "Heute"-Kolumne: Wenn das Kreuz im Gerichtssaal, Klassenzimmer und in Spitälern nicht für Veränderung steht, ist es bloß ein wirkungsloses Stück Kultur
Kreuzdebatte
17.02.2017, 09:51 Uhr Österreich/Kirche/Religion/Religionskonflikt/Kreuzdebatte
Wien, 17.02.2017 (KAP) Das Kreuz hat nach den Worten von Kardinal Christoph Schönborn wichtige Funktionen im öffentlichen Raum. "Das Kreuz soll etwas verändern, die Welt gerechter machen. Sonst ist es ein wirkungsloses Stück Kultur", meldete sich der Wiener Erzbischof in seiner Freitags-Kolumne der Gratiszeitung "Heute" in der aktuellen Kreuz-Debatte zu Wort. Das Symbol der Christen dürfe nicht als "Schmuckstück in einem Kulturmuseum" gesehen werden, sondern vielmehr als Erinnerungszeichen.

Im Gerichtssaal beispielsweise sollte das Kreuz laut Schönborn "die Richter daran erinnern, dass Gott von ihnen Gerechtigkeit und nicht Parteilichkeit erwartet", sowie auch daran, "dass die Armen und Wehrlosen genauso gerecht behandelt werden wie die Reichen und Mächtigen". In der Schule mahne das Kreuz, "dass Kinder nicht gemobbt, dass Lehrer die Schwachen stützen und fördern sollen". In den Spitälern zeige das Kreuz, "dass der leidende Mensch seine Würde hat, selbst wenn er mittellos ist".

Der Kardinal ging damit auf Distanz zur aktuellen Kreuz-Debatte, die von der Diskussion um Kopftuch und Burka ausgelöst wurde. Die einen würden dabei "weltanschauliche Neutralität" im öffentlichen Raum fordern und wollten "alles wegtun oder gar verbieten, was an eine Religion erinnert". Die anderen bezeichneten das Kreuz - nicht aber die Burka - als Teilbestand der Kultur. "Diese Diskussion ist eine Sackgasse", so Schönborn.
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