Donnerstag 27. April 2017
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Hammerschmid bei Fachtag "Religion und Vielfalt im Kindergarten"

Ministerin Hammerschmid (2.v.l.) bei der St. Nikolausstiftung
Bildungsministerin eröffnete pädagogischen Fachtag der St.-Nikolausstiftung der Erzdiözese Wien in der Wiener Stadthalle
Pädagogik
21.04.2017, 16:06 Uhr Österreich/Religion/Vorschule/Kindergarten/Kirche/Politik/Hammerschmid/Nikolaussstiftung
Wien, 21.04.2017 (KAP) Mit dem Thema immer wieder heiß diskutierten Thema "Religion und Vielfalt im Kindergarten" haben sich am Freitag mehrere Hundert Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen der St.-Nikolausstiftung der Erzdiözese Wien bei ihrem alle zwei Jahre stattfindenden pädagogischen Fachtag in der Wiener Stadthalle auseinandergesetzt. Eröffnet wurde die Tagung eines der größten privaten Kindergartenträger des Landes von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ).

Die Ministerin hob dabei die große Bedeutung der Institution Kindergarten hervor. Elementarpädagogik sei "das Fundament, auf dem alle weiteren Bildungs- und Lebenskarrieren aufbauen", sagte Hammerschmid laut einer Pressemitteilung der Nikolausstiftung. Die Kindergärten bräuchten entsprechend gute Rahmenbedingungen, um bestmöglich arbeiten zu können.

Zur St. Nikolausstiftung der Erzdiözese Wien gehören mehr als 80 Standorte mit rund 1.000 Mitarbeitern und circa 6.100 Kindern. In den Einrichtungen kämen täglich Kinder, Eltern und Mitarbeiter mit vielfältigen kulturellen und religiösen Hintergründen, Erfahrungen und Überzeugungen zusammen, erinnerte Geschäftsführer Elmar Walter.

In den Kindergärten unter dem Dach der Stiftung arbeiten demnach Mitarbeiter aus 18 verschiedenen Ländern. Die von ihnen betreuten Kinder und deren Familien stammen aus 82 Ländern, sprechen 42 Sprachen und haben 24 unterschiedliche Religionsbekenntnisse. Das sensible Wahrnehmen und konstruktive Annehmen diese Vielfalt sei eine große Herausforderung für alle Beteiligten, bietet aber auch elementare Chancen für ein gelingendes Zusammenleben. "In unserem Leitbild steht: Wir achten alle Menschen in ihrer Einmaligkeit und Würde. Ein respektvoller Umgang mit verschiedenen Weltanschauungen und Kulturen sowie die Offenheit für Neues bereichern unseren Alltag", sagte Walter.

Erlebten Kinder die Anerkennung der eigenen Religion und Kultur trage dies zu einem positiven Selbstbild bei, hob die pädagogische Leiterin der Nikolausstiftung, Susanna Haas, hervor. Ein Kindergarten, in dem man sich achtsam mit Vielfalt beschäftige, könne daher "nachhaltig zu einem gelingenden Zusammenleben beitragen". Weitere Fachreferenten bei der Tagung waren die Wiener Pastoraltheologin Regina Polak sowie Christoph Knoblauch vom Katholischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (KIBOR) der Universität Tübingen.
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