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Deutsche Bischöfe vergeben "Preis gegen Fremdenfeindlichkeit"

Auszeichnung soll kirchliches Zeugnis gegen jede Form der Menschenverachtung stärken -Hauptpreis geht heuer an Caritas-Kampagne zum Kampf gegen fremdenfeindliche Parolen
18.06.2017, 14:26 Uhr Deutschland/Auszeichnung/Kirche/Rassismus
Bonn, 18.06.2017 (KAP/KNA) Die Deutsche Bischofskonferenz vergibt am Dienstag in der Berliner Gedenkkirche Maria Regina Martyrum zum zweiten Mal den "Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus". Den mit 4.000 Euro dotierten ersten Preis erhält das Projekt "Sach wat! Tacheles für Toleranz" des Essener Diözesancaritasverbands, wie die Bischofskonferenz in Bonn mitteilte. Die Ehrungen nehmen der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sowie der Vorsitzende ihrer Migrationskommission und der Preis-Jury, Erzbischof Stefan Heße, vor. Am 20. Juni ist auch der Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen.

Das Projekt "Sach wat!" erarbeitet auf der Grundlage des christlichen Menschenbilds innovative Strategien gegen fremdenfeindliche Ressentiments und für ein besseres gesellschaftliches Miteinander, so die Begründung für die Auszeichnung. Die von Mitarbeitern des Diözesan-Caritasverbands Essen initiierte Kampagne habe sich den Kampf gegen fremdenfeindliche Parolen zur Aufgabe gemacht.

Dazu gehören regelmäßige Argumentationstrainings für Haupt- und Ehrenamtliche. Auf mehreren Kneipentouren stellt ein Schauspieler-Duo in Ruhrgebietskneipen Stammtischgespräche nach und entwickelt mit den Gästen Gegenstrategien. Workshops gegen Hass und Hetze im Internet und die Initiative "Flüchtlinge mitnehmen", die Asylsuchenden im Ruhrgebiet zu mehr Mobilität verhilft, ist ebenfalls Teil des Projekts.

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte 2015 zum ersten Mal den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ausgelobt. Damit werden Personen und Gruppen ausgezeichnet, die sich aus dem katholischen Glauben heraus im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft engagieren. Der Preis solle dazu beitragen, das kirchliche Zeugnis gegen jede Form der Menschenverachtung zu stärken.
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