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Südafrika: Präsident wirft Kirchen "politische Einmischung" vor

Misstrauensvotum gegen Präsident Zuma gescheitert - Kirchenvertreter hatten die Parlamentsabgeordneten aufgerufen, gegen Zuma zu stimmen, dessen Amtszeit von Korruptionsskandalen überschattet ist
13.08.2017, 14:03 Uhr Südafrika/Politik/Kirche/Zuma
Kapstadt, 13.08.2017 (KAP/KNA) Nach dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen Südafrikas Staatspräsidenten Jacob Zuma hat dieser den Kirchen des Landes "politische Einmischung" vorgeworfen. Zahlreiche Kirchenvertreter hatten die Parlamentsabgeordneten in Kapstadt aufgerufen, bei dem Votum in der vergangenen Woche gegen Zuma zu stimmen. Damit hätten die Religionsführer ihren eigentlichen Auftrag überschritten, so der Präsident am Wochenende beim Gottesdienst einer regierungsnahen Pfingstkirche in Johannesburg.

"Es überrascht mich, wenn Kirchenführer jetzt schon für einen Regierungswechsel beten", zitiert ihn der öffentlich-rechtliche Sender SABC. Südafrikanischen Sonntagszeitungen zufolge forderte Zuma Gläubige auf, für die Fehler regimekritischer Pfarrer und Bischöfe um Vergebung zu bitten. "Was sie tun, ist unchristlich. Deshalb betet für sie, dass sie künftig nach Gottes Willen handeln", wird er zitiert.

Der von der Opposition eingebrachte Misstrauensantrag war im Parlament gescheitert. Er galt als bislang größte Gefahr für Zuma, der seit 2009 regiert. Zuletzt ist seine Amtszeit von Korruptionsskandalen überschattet.

Der Präsident des Südafrikanischen Kirchenrates (SACBC), Bischof Ziphozihle Siwa, und der anglikanische Erzbischof von Kapstadt, Thabo Makgoba, hatten vor dem Votum zu Protesten gegen Zuma aufgerufen. In Kapstadt und Johannesburg gingen rund 30.000 Demonstranten auf die Straße.
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