Emeritierter Bischof von Linz im Alter von 93 Jahren gestorben
Die Diözese Linz und das Stift St. Lambrecht trauern um Bischof emeritus Maximilian Aichern OSB. Der Benediktiner, der fast 24 Jahre lang Oberhirte der Diözese war, ist am 31. Jänner 2026 im 94. Lebensjahr im Domherrenhaus in Linz verstorben. Von 1982 bis 2005 war Aichern, gebürtiger Wiener und Benediktiner von St. Lambrecht, der Diözese Linz vorgestanden. Er hatte die Kirche als "Sozialbischof" weit über Oberösterreichs Grenzen hinaus geprägt.
Das Requiem für den Linzer Altbischof wird am Samstag, 7. Februar, um 12 Uhr im Linzer Mariendom gefeiert. Beigesetzt wird Aichern auf eigenen Wunsch am Montag, 9. Februar, in der Äbtegruft des Stiftes St. Lambrecht, dem er vor seiner Amtszeit als Bischof von 1977 bis 1982 vorstand.
Ordensmann und Bischof
Maximilian Aichern wurde am 26. Dezember 1932 in Wien geboren, arbeitete nach der Matura in der elterlichen Fleischhauerei und trat 1954 in das Kloster St. Lambrecht ein. Nach dem Studium in Salzburg und Rom wurde er 1959 zum Priester geweiht, wurde 1977 Abt von Sankt Lambrecht sowie schon im Jahr darauf zum Abtpräses der österreichischen Benediktiner gewählt. Ende 1981 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Linz, gefolgt von der Bischofsweihe am 17. Jänner 1982 mit rund 10.000 Gläubigen im Linzer Dom.
Höhepunkte in Aicherns diözesanem Wirken waren u.a. die Feier zum 200-jährigen Bestehen der Diözese Linz 1985, eine Diözesanversammlung 1986 und die Besuche von Papst Johannes Paul II., der 1988 nach Enns-Lorch sowie ins ehemalige Konzentrationslager Mauthausen kam. In nur zehn Jahren war Aichern in sämtlichen 485 Pfarren der Diözese zur offiziellen bischöflichen Visitation.
Einen besonderen Namen machte sich Aichern jedoch auch österreichweit als "Sozialbischof": etwa durch seine Federführung beim "Sozialhirtenbrief" der österreichischen Bischöfe 1990, beim Sozialwort der 14 christlichen Kirchen 2003 oder durch seinen vehementen Einsatz in der "Allianz für den arbeitsfreien Sonntag". In Linz gründete er die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung und beherbergte Flüchtlingsfamilien im Bischofshaus.
Am 18. Mai 2005 nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch von Bischof Aichern an, der sein Amt vier Monate später an seinen Nachfolger, Bischof Ludwig Schwarz, übergab. Diesen sowie auch den derzeitigen Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer unterstützte Aichern weiter nach seinen Möglichkeiten in liturgischen und repräsentativen Aufgaben.
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