Außerordentliches Konsistorium endete am Donnerstagabend - Nächste Beratungen rund um Fest Peter und Paul (29. Juni) geplant
Vatikanstadt, 08.01.2026 (KAP) Die Beratungen über die Zukunft der katholischen Kirche auf höchster Ebene gehen schon bald in die nächste Runde. Rund um das Fest Peter und Paul am 29. Juni werden Papst Leo XIV. und seine Kardinäle erneut an zwei Tagen über Reformfragen debattieren. Das gab Vatikansprecher Matteo Bruni am Donnerstagabend bekannt. Wahrscheinlich sind der 27. und 28. Juni.
Zuvor hatte Leo XIV. anderthalb Tage lang mit rund 170 Mitgliedern seines wichtigsten Beratergremiums zu Fragen der Mission und der Synodalität (Mitsprache) getagt. Aufgrund der Kürze der Zeit sollten die Kardinäle von vier möglichen Themen zwei Fragen auswählen.
Zunächst keine Mehrheit fand der Vorschlag, eine Debatte über das Verhältnis zwischen der kürzlich reformierten katholischen Zentralverwaltung im Vatikan und den lokalen Kirchen zu führen. Auch der Wunsch konservativer Kreise, über die traditionelle Form der katholischen Messfeier zu beraten, fand keine Mehrheit. Diese Themen könnten im Juni beraten werden.
Es war das erste außerordentliche Konsistorium von Leo XIV., der vor acht Monaten zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt worden war. Diese Form der Zusammenkunft aller Kardinäle der Welt wird äußerst selten von einem Papst einberufen. Zuvor hatte eine solche Versammlung in diesem Jahrhundert erst zweimal stattgefunden: im August 2001 auf Einladung von Johannes Paul II. und im Februar 2014 auf Einladung von Papst Franziskus.
Ob das Treffen im Juni erneut ein außerordentliches oder ein ordentliches Konsistorium sein wird, ist nicht bekannt. Die Versammlungen in ordentlicher Form werden häufiger, beispielsweise aus Anlass der Erhebung neuer Kardinäle, abgehalten.
Papst Leo XIV. hat erstmals alle Kardinäle zu einem Außerordentlichen Konsistorium nach Rom geladen, um über den Kurs der katholischen Kirche zu sprechen - Am Donnerstagabend enden die Beratungen - Ein zentraler Konflikt blieb dabei außen vor - Kathpress-Korrespondentenbericht von Severina Bartonitschek