Gespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber gehen nach großem Streiktag in fünfte Runde
Linz, 27.01.2026 (KAP) Die Kollektivvertragsverhandlungen zwischen der Gewerkschaft vida und den Oberösterreichischen Ordensspitälern gehen am 4. Februar in eine fünfte Runde. Nach den Arbeitsniederlegungen am 22. Jänner mit rund 2.000 beteiligten Beschäftigten erklärten sich die Arbeitgeber bereit, die Gespräche fortzusetzen, teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Betroffen sind rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordensspitäler in Oberösterreich.
Die Gewerkschaft fordert weiterhin Lohn- und Gehaltsanpassungen zum Ausgleich der Teuerung sowie eine schrittweise Verkürzung der Arbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Von Arbeitgeberseite wurde zuletzt eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,3 Prozent ab 1. Juli 2026 genannt, orientiert am Abschluss für den öffentlichen Dienst auf Bundesebene. Hinsichtlich der Gewerkschaftsforderungen wurde auf die finanziellen und organisatorischen Auswirkungen insbesondere einer Arbeitszeitverkürzung verwiesen; zusätzliches Personal wäre erforderlich, das angesichts des Fachkräftemangels nicht verfügbar sei. Konkrete Ergebnisse aus den vier bisherigen Verhandlungsrunden seit November liegen bislang nicht vor.
Die OÖ Ordensspitäler beschäftigen rund 10.000 Mitarbeitende und versorgen mehr als die Hälfte aller stationären Patientinnen und Patienten des Bundeslandes.