Kirchenvertreter bereit für Gespräche mit Präsident Marcos Jr. - Appell zu "Gewissensbildung", moralischer Orientierung und offener Kommunikation mit Behörden
Manila/Rom, 29.01.2026 (KAP) Die katholische Bischofskonferenz der Philippinen (CBCP) hat ihre Bereitschaft zu einem Dialog mit der Regierung bekräftigt, um der anhaltenden Korruptionskrise im Land zu begegnen. Dies schließe auch Gespräche mit Präsident Ferdinand Marcos Jr. ein, gegen den derzeit zwei Amtsenthebungsanträge vorliegen, erklärte der neue CBCP-Vorsitzende, Erzbischof Gilbert Garcera von Lipa, laut einem Bericht der römischen Nachrichtenagentur asianews.it (Mittwoch).
Garcera betonte, die Kirche sei offen für Gespräche mit staatlichen Stellen, sofern diese dem Gemeinwohl dienten. "Das Schlüsselwort ist Dialog in Demut", betonte er. Korruptionsbekämpfung beginne beim Gewissen, so Garcera weiter. Ohne moralische Orientierung drohe eine Verzerrung des Denkens. Angesichts politischer Spannungen und gesellschaftlicher Spaltung setze die CBCP auf Gewissensbildung, gemeinschaftliches Handeln und offene Kommunikationskanäle mit dem Staat.
Die in den vergangenen Tagen zur Frühjahrs-Vollversammlung zusammengetretenen Bischöfe der Philippinen kündigten zudem an, mit Regierungsbehörden bei der Überwachung öffentlicher Projekte zusammenarbeiten zu wollen, um Transparenz und Rechenschaftspflicht zu stärken. Unvollendete öffentliche Bauvorhaben hatten zuletzt zu wachsender Kritik geführt. Garcera rief die Verantwortlichen zu einer "Bekehrung des Herzens" auf.