Ordensmann bei Flugzeugabsturz in Ecuador tödlich verunglückt
29.01.202610:38
Ecuador/Kirche/Flugunglück/Orden
Aus Osttimor stammender Salesianerpriester wirkte bei indigenen Amazonas-Völkern
Quito, 29.01.2026 (KAP) Ein katholischer Missionar ist bei einem Flugzeugabsturz in Ecuador tödlich verunglückt, während er auf dem Weg war, um in indigenen Amazonas-Gemeinden zu arbeiten. Laut einem Bericht der römischen Nachrichtenagentur Fides (Mittwoch) handelt es sich um einen Priester der Salesianer Don Boscos, Enio Esteves, der gemeinsam mit dem Piloten und einem freiwilligen Helfer am Montag ums Leben kam. Medienberichten zufolge kam es nach dem Aufprall des Kleinflugzeuges zu einer Explosion.
Der Missionar, ursprünglich aus Osttimor, lebte seit 2009 in Ecuador und wirkte in verschiedenen Gemeinden, zuletzt in Wasakentsa. Die Salesianer Don Boscos würdigten ihn als engagierten Priester, der sein Leben der Arbeit unter den indigenen Völkern der Shuar und Achuar gewidmet habe. Die Beisetzung fand am Mittwoch in der Ortschaft Macas statt. Die ecuadorianische Ordensprovinz sprach den Angehörigen sein Beileid aus und dankte für den Einsatz des Missionars, der sich unermüdlich dem Dienst besonders an den Indigenen verschrieben hatte.
Die Salesianer sind seit 1888 - dem Todesjahr ihres Gründers Johannes Bosco - in Ecuador tätig. Sie begannen mit Bildungsprojekten und Oratorien für arme Kinder in Quito und erweiterten ihre Arbeit später auf andere Städte und Regionen, darunter das Amazonasgebiet. Bis heute sind sie in der Küste, im Andenhochland und im Amazonas aktiv.