Papst ermutigt zu Dialog zwischen Christen und Muslimen
26.03.202615:47
Vatikan/Papst/Religionsdialog/Christentum/Islam
Zusammenarbeit ein wichtiges Zeugnis "in einer Welt, die zunehmend von religiöser Radikalisierung, Spaltung und Konflikt geprägt ist"
Vatikanstadt, 26.03.2026 (KAP) Drei Wochen vor seiner ersten Afrikareise hat sich Papst Leo XIV. deutlich zum Dialog zwischen Christen und Muslimen in Afrika bekannt. Diese Zusammenarbeit sei ein wichtiges Zeugnis "in einer Welt, die zunehmend von religiöser Radikalisierung, Spaltung und Konflikt geprägt ist", sagte er laut Online-Portal "Vatican News" bei einer Begegnung im Vatikan mit Mitgliedern eines "Programms für christlich-muslimische Beziehungen in Afrika" mit Sitz in Kenia.
Leo XIV. zitierte demnach aus mehreren Konzilsdokumenten, darunter der Erklärung "Nostra aetate" von 1965, die einen Durchbruch im Dialog der katholischen Kirche mit anderen Religionen gebracht hatte. Der Papst rief dazu auf, "das Engagement für die Zusammenarbeit zwischen Christen und Muslimen zum Wohl der Allgemeinheit zu vertiefen". Durch solche Bemühungen werde Frieden, Gerechtigkeit und Hoffnung gefördert.
Das gemeinsame Zeugnis von Christentum und Islam in einer konfliktgeladenen Welt zeige, "dass es möglich ist, trotz kultureller und religiöser Unterschiede in Frieden und Harmonie zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten", so der Papst weiter. Leo wiederholte eine Mahnung, die er schon im vergangenen Oktober in einer Ansprache geäußert hatte: "Als Religionsführer haben wir eine gemeinsame heilige Verantwortung: unseren Gläubigen dabei zu helfen, sich von den Fesseln der Vorurteile, der Wut und des Hasses zu befreien."