Bischof Petrosyan: Osterfreude drängt zum Einsatz für bessere Welt
04.04.202619:12
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Osterbotschaft des Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich - Von den 18 Mitgliedskirchen im Ökumenischen Rat feiert jeweils die Hälfte Ostern nach dem Gregorianischen und Julianischen Kalender
Wien, 04.04.2026 (KAP) Die österliche Freude über die Auferstehung drängt zum Einsatz für eine bessere Welt. Das betont der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), der armenisch-apostolische Bischof Tiran Petrosyan, in einem Beitrag, der auf der Website des ÖRKÖ (www.oekumene.at) veröffentlicht ist. Die Auferstehung Christi schenke "Hoffnung, neues Leben und tiefe Versöhnung", so der Bischof wörtlich.
Die Auferstehung Christi sei nicht nur ein historisches Ereignis, "sie ist ein lebendiges Paradox, das unser Herz berührt und unsere Seele herausfordert". Denn: "Im Tod liegt das Leben verborgen, im Leiden die Verheißung der Erlösung, in der Ohnmacht die Kraft Gottes." Diese österliche Paradoxie zeige, "dass Gott anders wirkt, als wir es erwarten". Petrosyan ermutigt dazu, "innezuhalten, das Geheimnis der Auferstehung in Stille zu betrachten und die Wirklichkeit Gottes in unserem eigenen Leben zu suchen".
Der Bischof schreibt von der erfahrbaren Spannung zwischen Schmerz und Hoffnung, zwischen Vergänglichkeit und ewigem Leben. "Und gerade in dieser Spannung erfahren wir, dass Gott uns hält und dass wir in der Tiefe unserer Existenz gerufen sind, diese Hoffnung weiterzugeben." Jede Erfahrung von Dunkelheit, Trauer oder Schmerz könne im Licht der Auferstehung verwandelt werden.
Die Hoffnung auf die Auferstehung drängt zugleich zum Handeln. Wörtlich schreibt der Bischof: "Die Auferstehung ruft uns, sanft und zugleich eindringlich Zeugen ihrer Hoffnung zu sein: in unseren Worten, in unserem Tun, in unserer Gegenwart für andere. Sie erinnert uns, dass Liebe stärker ist als Hass, Leben stärker als Tod, Licht stärker als Finsternis."
Dem ÖRKÖ gehören 18 Kirchen an. Die Hälfte - darunter auch die Armenisch-apostolische Kirche, die Bischof Petrosyan in Österreich leitet - feiert an diesem Wochenende nach dem Gregorianischen Kalender Ostern. Die andern Kirchen halten sich an den Julianischen Kalender und feiern das Osterfest in einer Woche. (Infos: www.oekumene.at)