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Gedenkstein auf dem Petersplatz am Ort des Attentats auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981
Vatikan
Bild Copyright: © Gutenbrunner/Kathpress

Papst erinnert an Attentat auf Johannes Paul II. vor 45 Jahren

13.05.2026 12:46
Vatikan/Papst/Geschichte/Kirche/Kriminalität
Leo XIV. kniete vor Generalaudienz am Petersplatz an jener Stelle nieder, wo Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 niedergeschossen wurde - Papst verweist auf Maria als Vorbild für die Kirche
Vatikanstadt, 13.05.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat an das Attentat auf Johannes Paul II. vor genau 45 Jahren erinnert. Der Papst aus Polen überlebte den Anschlag vom 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz nur knapp. Leo XIV. kniete am Mittwoch vor Beginn der Generalaudienz an der Marmorplakette nahe den rechten Kolonnaden nieder, wo Johannes Paul II. von dem Attentäter Mehmet Ali Agca niedergeschossen wurde. Danach setzte Leo XIV. seine Fahrt im Papamobil fort, um Tausende Menschen auf dem Petersplatz zu begrüßen.

Bei der anschließenden Generalaudienz verwies er auf den Gedenktag der Muttergottes von Fatima, der Johannes Paul II. (1978-2005) sein Überleben vielfach zugeschrieben hatte. In dem portugiesischen Wallfahrtsort erschien die Muttergottes der Überlieferung nach drei Hirtenkindern 1917 sechsmal und überbrachte ihnen verschiedene Botschaften.

"Schrei nach Frieden"

"An diesem für das Christentum so bedeutsamen Ort versammeln sich heute zahlreiche Pilger aus fünf Kontinenten", sagte Leo XIV. Die Anwesenheit der Menschen in Fatima zeuge von ihrem Bedürfnis nach Trost, Einheit und Hoffnung. "Lasst uns dem Unbefleckten Herzen Mariens den Schrei nach Frieden und Harmonie anvertrauen, der aus allen Teilen der Welt, insbesondere von den vom Krieg geplagten Völkern, ertönt", so der Papst.

Auch wies er auf das bevorstehende Fest Christi Himmelfahrt, das in Italien nicht wie in Österreich am Donnerstag, sondern erst am Sonntag begangen wird. Er rief die Gläubigen auf, in Erwartung der Wiederkunft von Jesus Christus auf seine Mutter Maria als Vorbild zu vertrauen.

Maria als Vorbild für die Kirche

Seine Generalaudienz-Katechese, die er derzeit zu Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) hält, widmete Leo XIV. der Dogmatischen Konstitution Lumen Gentium und der Rolle der Muttergottes. Maria werde darin "als überragendes und völlig einzigartiges Glied der Kirche wie auch als ihr Typus und klarstes Urbild im Glauben und in der Liebe" verehrt, so der Papst.

Auch wenn Christus der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen sei, habe Maria in ihrer mütterlichen Aufgabe beim Werk des Erlösers in einzigartiger Weise in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt, sagte Leo XIV. An ihr sollten sich die Gläubigen orientieren, so der Papst.

Attentäter Agca wollte Treffen mit Papst Leo

Der türkische Papstattentäter Agca (68) saß für den Anschlag auf den Papst 19 Jahre lang in Italien im Gefängnis. Johannes Paul II. vergab dem Attentäter. Später wurde Agca an die Türkei überstellt, wo er bis 2010 eine Strafe für den Mord an einem türkischen Journalisten verbüßte. Beim Türkei-Besuch von Leo XIV. Ende November 2025 versuchte Agca, mit dem Papst in Kontakt zu treten, wurde allerdings von türkischen Behörden daran gehindert.
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