Madrid, 09.06.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat während seines aktuellen Spanienbesuchs auch den Popsänger Bad Bunny getroffen. Der Papst habe den puertoricanischen Rapper und seine Familie am Montagabend im Bernabéu-Stadion in Madrid kurz begrüßt, bestätigte der Vatikan am Dienstag spanische Medienberichte. Fotos oder Filmaufnahmen der beiden sehr unterschiedlichen Superstars gebe es nicht, hieß es.
Die kurze Audienz fand am dritten Tag von Papst Leos XIV. einwöchiger Spanienreise statt. Gleichzeitig ist der Latin-Popstar Bad Bunny zu einer mehrtägigen Konzerttour im Fußballstadion von Atletico Madrid.
Auch Spaniens Prinzessinnen Leonor (20) und Sofía (19) besuchten am Sonntagabend eines seiner Konzerte. Am Morgen desselben Tages hatten sie mit ihren Eltern König Felipe VI. und Königin Letizia an der Fronleichnamsmesse mit Papst Leo teilgenommen - zusammen mit rund 1,2 Millionen Menschen. Am Montagabend sprach der Papst im Stadion von Real Madrid vor etwa 80.000 Katholikinnen und Katholiken. Anschließend sei es zu der Begegnung unter Ausschluss der Öffentlichkeit gekommen.
Agentur des Sängers wollte ein Papst-Treffen
Laut spanischen Medienberichten hatte die Agentur des Sängers zuvor Spaniens Bischofskonferenz kontaktiert, um ein Treffen zu vereinbaren. Angeblich war spekuliert worden, dass der Künstler an der Fronleichnamsmesse mit dem Papst in Madrid teilnehmen würde.
Bad Bunny (32), ursprünglich Benito Antonio Martínez Ocasio, ist ein aus Puerto Rico stammender US-amerikanischer Latin-Rap- und Reggaeton-Sänger. Er gehört aktuell zu den einflussreichsten und kommerziell erfolgreichsten Musikstars der Welt. Bei einem Auftritt in der Halbzeit-Show der US-Super-Bowl 2026 in Kalifornien hatte er gesagt: "Das einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe."
Leo auf zweiter Reisestation Barcelona
Papst Leo XIV. ist am Dienstag nach Barcelona weitergereist, wo er am Mittwoch den höchsten Kirchturm der Welt segnen wird. Der Christusturm der Kirche Sagrada Familia misst 172,5 Meter. Zugleich ist der 10. Juni der 100. Todestag des Baumeisters Antoni Gaudí. Am Donnerstag reist Leo weiter auf die Kanarischen Inseln, wo das Thema Migration im Zentrum steht. Seine Rückkehr nach Rom ist für Freitagabend geplant.
Der Montagvormittag in Madrid war für Leo XIV. vor allem von politischen Begegnungen geprägt - Vor dem Parlament gab es eine historische Premiere - Spaniens Bischöfe mahnte Leo XIV. zu mehr Missbrauchsaufarbeitung - Von Kathpress-Korrespondentin Sabine Kleyboldt