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Salzburg: Neues Buch über Sanierung der Stiftskirche von St. Peter

26.06.2026 13:09
Österreich/Kirche/Kultur/Orden/St.Peter/Buch
Frühere Erzabt von St. Peter, Korbinian Birnbacher, beschreibt in neuer Publikation über die Renovierung und Sanierung der Stiftskirche eine der bedeutendsten Aufgabe seiner Amtszeit
Salzburg, 26.06.2026 (KAP) "Sankt Peter Salzburg - Vom Ursprung ins Heute" lautet der Titel eines neuen Buches über die Stiftskirche von Sankt Peter in Salzburg. Verfasst hat es der frühere Erzabt von St. Peter, Korbinian Birnbacher, der in dem Buch an eine der bedeutendsten Aufgabe seiner Amtszeit erinnert: die Renovierung und Sanierung der Stiftskirche. Die Fotos stammen von der Fotografin Hertha Hurnaus.

Die eigentliche Bauzeit, während der die Kirche 2018/19 geschlossen war, dauerte nur ein Jahr. Aber die konkrete Sanierungsarbeit habe sich auf zwölf Jahre erstreckt, so Birnbacher gegenüber den "Salzburger Nachrichten" (Freitag). "Der Denk- und Gestaltungsprozess" habe sogar bereits vor etwa 30 Jahren begonnen, um für die 1969 in den Altar eingebauten Provisorien dauerhafte Lösungen zu finden, erläuterte der Benediktiner: "So etwas muss ein prozesshaftes Vorgehen sein." Bei so einem großen Vorhaben könne man am Anfang nicht sagen: "So ist das geplant, so wird das exekutiert! Sondern das wächst."

Die Neuinterpretation des Kirchenraums und das Hinführen auf ein "lesbares Maß" samt Respekt für "die Kontinuität seit über 1.300 Jahren" habe mit dem Ausräumen begonnen, also mit dem "Entfernen von Überflüssigem". Und: "Es geht alles aus vom Altar." Wo früher ein Teppich den Beton abgedeckt hat, ist nun polierter Marmor. Der weiße Steinkreis im Boden korrespondiert mit der achteckigen Kuppel. Das von dort einfallende Licht schmiegt sich nun über den hellen Marmor des Volksaltars.

"Aufatmen des Alterraumes"

Das alte, zu große und mit vielerlei Stufen kompliziert zu begehende Chorgestühl wurde entfernt, sodass eine weite Fläche unter der Kuppel und für den neuen Volksaltar entstehen konnte, für das "Aufatmen des Alterraumes", wie es Birnbacher beschreibt. Viele Fotos von Hertha Hurnaus zeigen neue Details und Sichtachsen. So nehmen die Armlehnen des neuen Chorgestühls die barocken Schwingungen eines Marmorgitters auf. Die jüngsten Veränderungen stünden im Zeichen edler Einfachheit, so Birnbacher: "Sie wollen auf das Eigentliche verweisen: dass diese Kirche (...) ein Raum für Menschen ist."

Viele Bilder und Texte im Buch sind der neuen Kunst gewidmet, dem Kreuz von Thomas Wizany oder der Schutzmantelmadonna von Javier Margarit. 2025 kamen noch drei Neuigkeiten in die Kirche: das Portal Wilhelm Scherübls, die beiden Märtyrerinnengemälde Anselm Kiefers und die neu gebaute Hauptorgel.

(Buchhinweis: Korbinian Birnbacher: "Sankt Peter Salzburg - Vom Ursprung ins Heute", Verlag Müry Salzmann, Salzburg 2026.)
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