Die orthodoxe Kirche war schon zu Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 schwer beschädigt worden
Nikosia, 11.08.2026 (KAP) Zypern will 150.000 Euro zur Restaurierung der historischen St. Porphyrius-Kirche in Gaza beisteuern, die bei einem israelischen Angriff im Oktober 2023 erhebliche Schäden erlitten hat. Das berichteten zyprische Medien dieser Tage. Die griechisch-orthodoxe Kirche, die als eine der ältesten christlichen Stätten in Gaza gilt, wurde am 19. Oktober 2023 getroffen. Berichten zufolge kamen bei dem Angriff mindestens 18 Menschen ums Leben, und Teile des Kirchenkomplexes wurden erheblich beschädigt. Ein Sprecher der israelischen Armee teilte mit, dass der Kirchenkomplex beim Angriff auf eine Kommandozentrale der Terrororganisation Hamas in unmittelbarer Nähe mitgetroffen worden sei. Die Kirche sei jedoch nicht das Ziel gewesen.
Die Mittel der zyprischen Regierung werden dem orthodoxen Patriarchat von Jerusalem zur Verfügung gestellt und sollen zur Finanzierung der Restaurierungsarbeiten an der historischen Stätte beitragen. Das umfassendere Unterstützungspaket umfasst auch Hilfe für Bildungs- und Sozialinitiativen, darunter den Ausbau von Schulen und Kinderbetreuungsprogramme.
Symbol für jahrhundertealte christliche Präsenz in Gaza
Während des Krieges diente die St. Porphyrius-Kirche als Zufluchtsort für Zivilisten, die Schutz vor den Kämpfen suchten, weshalb die Beschädigung der Stätte für die lokale christliche Bevölkerung besonders schwerwiegend ist. Für die christliche Gemeinde in Gaza bedeute die Restaurierung der Kirche mehr als nur die Instandsetzung eines historischen Bauwerks. Die Kirche sei nach wie vor ein starkes Symbol für die jahrhundertealte christliche Präsenz in Gaza und eine greifbare Verbindung zu einer Gemeinde, die während des Konflikts enormem Druck und Vertreibung ausgesetzt war, hieß es in dem Bericht.
Zypern hat zudem weitere finanzielle Unterstützung für christliche Einrichtungen in anderen Teilen der Region bewilligt. Ein Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro soll orthodoxe Mönche unterstützen, die in Bethlehem, Bethanien und Jordanien tätig sind, während weitere 148.000 Euro dem Patriarchat von Antiochia für Hilfsprogramme in Syrien zugewiesen wurden.