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Vollversammlung der Bischofskonferenz in Mariazell (8.-10. Juni 2026)
Kirche
Bild Copyright: © Kathpress/Paul Wuthe

Frauenbewegung: Amt des Bischofskonferenz-Generalsekretärs für Laien öffnen

15.09.2026 11:10
Österreich/Kirche/Personalien/Bischofskonferenz/Kath. Frauenbewegung
kfbö-Vorsitzende Ritter-Grepl: Amt soll künftig auch Frauen wie Männern offenstehen, die keine Priester sind - Dank an scheidenden Generalsekretär Schipka für konstruktive Unterstützung der Katholischen Frauenbewegung in den vergangenen Jahren
Wien, 15.09.2026 (KAP) Die Katholische Frauenbewegung (kfbö) fordert eine Öffnung des Amts des Generalsekretärs der Österreichischen Bischofskonferenz für qualifizierte Laien. Der bevorstehende Wechsel von Generalsekretär Peter Schipka sei ein Anlass, die entsprechenden Statuten zu ändern, erklärte kfbö-Vorsitzende Angelika Ritter-Grepl am Dienstag in einer Aussendung. Das Amt solle künftig auch Frauen wie Männern offenstehen, die keine Priester sind. Gleichzeitig dankte die Frauenbewegung Schipka für die "konstruktive Unterstützung, die die Frauenbewegung in den vergangenen Jahren bei der Organisation ihrer Arbeit von seiner Seite erfahren hat". Schipka legt mit Ende November sein Amt auf eigenen Wunsch zurück und wechselt an die Kirchliche Pädagogische Hochschule (KPH) Wien/Niederösterreich.

Gemäß geltendem Statut der Österreichischen Bischofskonferenz muss der Generalsekretär Priester sein. Wörtlich heißt es darin: "Der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz wird von der Vollversammlung für eine Periode von sechs Jahren gewählt. Er muss nicht Bischof sein, wohl aber Priester."

Die kfbö sieht darin einen Widerspruch zum Anspruch, Synodalität auch strukturell umzusetzen und will das Anliegen im Vorfeld der nächsten Vollversammlung der Bischofskonferenz im November in Salzburg an die Bischöfe herantragen. "Synodalität darf sich nicht auf Gesprächsformate beschränken, sie muss sich auch in Strukturen und Ämtern niederschlagen. Wenn die Bischofskonferenz den synodalen Weg für sich selbst in Österreich glaubwürdig umsetzen will, dann gehört die Frage, wer ihr Generalsekretariat leiten darf, ganz oben auf die Tagesordnung", so Vorsitzende Ritter-Grepl.

Beispiele aus anderen Ländern

"Es ist an der Zeit, dass die Bischofskonferenz ihre eigenen Statuten so öffnet, dass dieses wichtige Amt auch von Laien, Frauen wie Männern, besetzt werden kann", appellierte die kfbö-Vorsitzende. Als Beispiele für eine Öffnung verwies die Frauenbewegung auf andere Bischofskonferenzen. So leitet in Deutschland seit 2021 Beate Gilles als Laiin das Sekretariat der Bischofskonferenz. Auch in der Nordischen Bischofskonferenz gibt es mit der Ordensfrau Anna Mirijam Kaschner seit vielen Jahren eine Generalsekretärin. In Südafrika stand mit der Ordensfrau Hermenegild Makoro ebenfalls eine Nicht-Klerikerin an der Spitze des Generalsekretariats. "Es gibt also keinen zwingenden Grund, warum das in Österreich anders sein muss", erklärte Ritter-Grepl.

Schipka wechselt auf Hochschule

Peter Schipka legt mit Ende November auf eigenen Wunsch vorzeitig sein Amt zurück und übernimmt mit 1. Dezember eine Professur an der KPH Wien/Niederösterreich. Ab Oktober wird der promovierte Theologe und Jurist bereits in den Lehrbetrieb an der größten kirchlichen Pädagogischen Hochschule Österreichs einsteigen. An der nächsten Vollversammlung der Bischöfe im November in Salzburg wird Schipka noch teilnehmen. Dort wird auch die Wahl seines Nachfolgers Thema sein.

"Peter Schipka war für uns immer ein verlässlicher und offener Ansprechpartner an der Schnittstelle zwischen Bischofskonferenz und katholischen Organisationen. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar und wünschen ihm für seine neue Aufgabe an der KPH alles Gute", so die kfbö-Vorsitzende.

Schipka ist seit März 2011 Generalsekretär der Bischofskonferenz und wurde in dieser Funktion im November 2016 sowie im November 2022 auf jeweils sechs Jahre wiedergewählt.
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Bischofskonferenz-Generalsekretär Schipka wechselt auf Hochschule
Personalia
14.09.2026 08:49
Theologe und Jurist legt mit Ende November auf eigenen Wunsch sein Amt als Generalsekretär der Bischofskonferenz zurück und übernimmt Professur an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Niederösterreich

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