Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Kolumbien: Kirche wichtige Stütze nach schwerem Erdbeben

15.09.2026 12:31
Kolumbien/Österreich/Kirche/Erdbeben/Naturkatastrophe/Soziales/Wiederaufbau/Glaube/Hilfsorganisation
Zahlreiche Pfarrkirchen beschädigt - Gottesdienste unter freiem Himmel oder in Gemeindehäusern sollen "Hoffnung stärken" - "Geistliche Krankenhäuser" neben Nothilfe gebraucht
Bogotá/Wien, 15.09.2026 (KAP) Einen Monat nach dem schweren Erdbeben im Westen Kolumbiens ist die katholische Kirche für die betroffene Bevölkerung weiterhin die zentrale Anlaufstelle. Priester und Ordensleute begleiten die Menschen intensiv und halten das pastorale Leben trotz erheblicher Schäden an den Gebäuden aufrecht. Wie Projektpartner des weltweiten päpstlichen Hilfswerks "Kirche in Not" (ACN) berichten, steht nach der ersten materiellen Hilfe nun vor allem der seelische Beistand im Vordergrund. Trotz der Schäden gehe die Seelsorge weiter, betonte etwa Bischof Rodrigo Gallego Trujillo aus der Diözese Palmira. Dort werden Gottesdienste und pastorale Angebote nach der Beschädigung von mehreren Pfarrkirchen in Gemeindehäuser und öffentliche Räume verlegt, um "die Hoffnung lebendig zu halten".

Das verheerende Erdbeben der Stärke 7,4 hatte die Region am 10. August erschüttert. Das Epizentrum lag im Departamento Chocó. Nach Angaben der kolumbianischen Behörden stieg die Zahl der Toten mittlerweile auf über 300, mehr als 100 Personen werden noch vermisst. Mehr als eine halbe Million Menschen sind direkt von den Folgen der Katastrophe betroffen.

"Geistliches Krankenhaus"

Besonders schwer getroffen wurde das Departamento Valle del Cauca mit der Millionenstadt Cali. Allein in der Erzdiözese Cali wurden 40 beschädigte Kirchen registriert, zehn davon schwer. In der Pfarre St. Teresa von Ávila im Süden Calis stürzte das Dach der Kirche ein. Die rund 9.000 Gläubige zählende Gemeinde feiert die Gottesdienste deshalb derzeit in einem Zelt in einem nahegelegenen Park. Pfarrer Luis Alberto Ríos bezeichnet die Kirche in dieser Situation als ein "geistliches Krankenhaus". Der provisorische Gottesdienstort sei zu einem wichtigen Treffpunkt geworden, an dem die Betroffenen erfahren könnten, dass sie mit ihrem Leid nicht allein seien.

Auch in der Diözese Cartago im Norden des Departamentos Valle del Cauca sind die Schäden erheblich. Rund 20 Kirchen wurden schwer beschädigt, weitere 20 müssen umfassend repariert werden. Bischof César Alcides Balbín betont, die wichtigste Aufgabe der Kirche bestehe jetzt darin, den Menschen "Begleitung, Unterstützung und Trost" zu geben und ihnen einen Zufluchtsort zu bieten. Gerade die Feier der Sonntagsmesse sei wichtig: Das Zusammenkommen gebe den Menschen die geistliche Kraft für den langen Weg des Wiederaufbaus.

Das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" wurde 1947 gegründet. Das Werk leistet weltweit geistliche und materielle Hilfe für Christen, die wegen ihres Glaubens bedroht oder verfolgt werden, und unterstützt die Menschen derzeit mit Nothilfen nach den Erdbeben in Venezuela und in Kolumbien.

(Spendeninfo: Empfänger: Kirche in Not; IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600, Verwendungszweck: Kolumbien; online unter: www.kircheinnot.at)
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen