Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Nathalie Becquart
Bild Copyright: © Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA

Becquart: Synodalität ist Weg zu missionarischer Kirche

15.09.2026 13:13
Österreich/Vatikan/Kirche/Glaube/Religion/Jugendliche/Papst/Synodalität/Becquart
Synodenexpertin aus Leitung des Generalsekretariats der Bischofssynode im Kathpress-Interview: Weltweiter Synodaler Weg ist mit Papst Leo XIV. in neuer Etappe - Becquart: Ziel ist, die Sendung der Kirche besser zu erfüllen
Linz, 15.09.2026 (KAP) Synodalität soll nach den Worten der vatikanischen Synodenexpertin Sr. Nathalie Becquart der missionarischen Erneuerung der Kirche und dem Frieden dienen. Auch Papst Leo XIV. setze auf einen synodalen Leitungsstil, sagte die französische Theologin aus der Leitung des Generalsekretariats der Bischofssynode in Rom am Dienstag im Interview der Nachrichtenagentur Kathpress. Der Papst sei ein "Mann des tiefen Zuhörens", der berate und gemeinsam mit anderen unterscheide, so Becquart beim Symposium "Shaping Synodality in Europe" in Schloss Puchberg bei Wels. Er habe zudem betont: "Ein Bischof kann nicht allein sein."

Leo XIV. habe bereits in seiner ersten Ansprache nach der Wahl von einer Kirche gesprochen, die Brücken baue und den Menschen, besonders Armen und Leidenden, nahe sei. Sein Stil stehe dabei in Kontinuität zu Franziskus, zugleich bringe er einen eigenen Stil ein und die Kirche befinde sich unter ihm in einer neuen Phase des synodalen Weges, so Becquart. Leo XIV. sei bereits als Bischof in Peru an der diözesanen Phase des weltweiten Synodalen Prozesses in der katholischen Kirche beteiligt gewesen und habe später auch an den kontinentalen Beratungen sowie den Versammlungen der Weltsynode 2023 und 2024 in Rom mitgewirkt.

Synodalität sei kein Selbstzweck, betonte Becquart, sondern ein Weg, die Sendung der Kirche heute besser zu erfüllen. Gerade angesichts von Kriegen und Konflikten sei das synodale Zuhören, der Dialog und die geistliche Unterscheidung auch ein Weg zum Frieden. Wenn Menschen einander wirklich zuhören und gemeinsam nach dem Willen des Heiligen Geistes suchten, könne dies "Frieden, Freude, Einheit und missionarischen Eifer" hervorbringen. Konflikte sollten so "nicht mit den Waffen, sondern mit einem Prozess des Zuhörens und des Dialogs" bearbeitet werden.

Lernen durch Tun

Entscheidend sei, dass Synodalität nicht nur als Theorie verstanden werde. Wo sie in Pfarren, Familien, Ordensgemeinschaften oder katholischen Schulen praktisch gelebt werde, seien bereits Früchte zu erkennen. Zugleich verlaufe die Entwicklung je nach Diözese und Land unterschiedlich. Synodalität sei ein "Lernen durch Tun": Je mehr die Kirche sie praktiziere, desto besser verstehe sie auch ihren geistlichen Charakter.

Europa könne in diesem Prozess eine besondere Rolle spielen, erklärt Becquart im Gespräch mit Kathpress. Der Kontinent verbinde eine lange Geschichte der Kirche mit großer kultureller Vielfalt sowie Erfahrungen von Krieg, Spaltung und Versöhnung. Europa sei deshalb ein "Labor", wie man "eins in der Vielfalt" sein könne. Gerade die Beziehungen zwischen den europäischen Kirchen müssten weiter gestärkt werden.

Bis 2028 soll dieser Lernprozess auf verschiedenen Ebenen fortgesetzt werden. Für 2027 sind zunächst Versammlungen in den Diözesen und anschließend auf nationaler Ebene vorgesehen, 2028 auf kontinentaler sowie weltkirchlicher Ebene. Dabei gehe es nicht um eine bloße Kontrolle, sondern darum, innezuhalten, Erfahrungen und Schwierigkeiten auszutauschen und die "Früchte des Heiligen Geistes" zu erkennen.

Der Jugend Gehör schenken

Besonders wichtig seien dabei die jungen Menschen. Die Synode zur Synodalität sei aus der Jugendsynode von 2018 hervorgegangen. Deren Erkenntnis sei gewesen, dass die Weitergabe des Glaubens heute einen synodalen Stil brauche. "Das Erste, was junge Menschen wollen, ist, dass man ihnen zuhört", sagte Becquart.

Synodalität sei letztlich "der Ruf Gottes an die Kirche heute", sei zudem eine Fortsetzung der Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils und ermögliche es, die Sendung der Kirche gemeinsam zu tragen. Wenn alle Getauften ihre Berufung als missionarische Jünger verstünden, könne die Kirche "mehr Früchte tragen" und ihre Sendung besser und wirksamer erfüllen, so die Untersekretärin.

(Laufend aktualisierte Berichterstattung und gesammelte Beiträge zum Synoden-Workshop in Puchberg bei Wels unter www.kathpress.at/synodenworkshop2026)
zurück
Meldungen
Halik: Europa ist "Versuchslabor" für Kirche in säkularer Umwelt
Synoden-Workshop
15.09.2026 12:19
Tschechischer Theologe bei Synoden-Workshop in Schloss Puchberg: Europas Erfahrungen können Kirche und Weltkirche Orientierung geben - Synodalität als notwendige neue Reformation
Wilmer: Kirchen in Europa müssen noch stärker zusammenrücken
15.09.2026 11:24
Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz nimmt an Synodalitätstagung in Wels teil und betont im Blick auf Kirchenreformen: "Es ist wichtig, nicht alleine vorzupreschen"
Zulehner: Eucharistie muss "Weltverwandlung" nach sich ziehen
15.09.2026 08:44
Pastoraltheologe bei Synodenworkshop in Wels: Kirche in Europa sollte sich Dynamik der Verwandlung durch die Eucharistie mehr vergegenwärtigen - Kardinal Nemet erinnert an gemeinsame Verantwortung aller Getauften - Vatikanische Synodalitäts-Expertin Sr. Becquart: Kirche muss Einheit in der Vielfalt selbst leben und so zu Frieden in Europa beitragen
Synodalität: Kirchenvertreter werben in Wels für Europas Vielfalt
Synodalität
14.09.2026 15:20
Rund 180 Delegierte aus mehr als 30 Ländern beraten über Umsetzung der Weltsynode - Kardinäle Hollerich und Nemet mahnen zu mehr Zuhören und gegenseitigem Verständnis
Europas Kirche sucht gemeinsamen Weg
14.09.2026 15:38
Spitzenvertreter aus 31 Ländern beraten in Puchberg bei Wels über Umsetzung der Synodalität

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen