Innsbrucker Bischof bei Gottesdienst zu "Sonntag der Völker": Anderssprachige Gemeinden sind "erfrischende Erinnerung, dass wir gemeinsam Teil einer Weltkirche sind"
Innsbruck, 27.09.2026 (KAP) Den belebenden Charakter anderssprachiger Gemeinden für die katholische Kirche weltweit, aber speziell auch in Österreich hat Bischof Hermann Glettler betont. Die anderssprachigen Gemeinden stünden nicht am Rande, "sondern im Herzen unserer Kirche" - und seien "in den urbanen Gebieten sogar die Herzschrittmacher einer müde gewordenen Volkskirche", sagte der Innsbrucker Bischof unter Verweis auf die jüngst veröffentlichten Kirchenstatistiken bei einem Gottesdienst zum "Sonntag der Völker" im Innsbrucker Dom.
Anderssprachige Christinnen und Christen seien "ein Segen, eine erfrischende Erinnerung, dass wir gemeinsam Teil einer Weltkirche sind", führte der Bischof aus - und er rief die mitfeiernden Gemeinden auf: "Bitte belebt uns weiterhin mit der Frische eures Glaubens, mit der erfreulichen Selbstverständlichkeit eurer kirchlichen Verbundenheit - und mit dem tatkräftigen Zeugnis der menschlichen Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft!"
Zugleich erinnerte Glettler daran, dass der Sonntag der Völker die Aufmerksamkeit auch auf all jene lenke, "die aufgrund von Not, Krieg und Hunger zu Fluchtreisenden wurden". Der christliche Glaube fordere, sich diesen Menschen wohlwollend und mit Zivilcourage zuzuwenden und sich um sie zu kümmern: "Wir leben aus dem Glauben an einen Gott und Vater aller Menschen, von dessen Namensliste kein Mensch gestrichen wird - egal wie vertraut oder exotisch der Name seiner Kinder auch klingen mag. Seine Zuwendung wirkt befreiend und heilend angesichts der vielen Egoismen und narzisstischen Selbstdarstellungen unserer Zeit".
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