Ordens-Podcast fragt nach dem guten Leben und Sterben
30.10.202613:39
Österreich/Kirche/Glaube/Religionsfest oder Feiertag/Literatur/Medien
P. Johannes Pausch und Kristina Proleta sprechen zu Allerheiligen und Allerseelen über Vergänglichkeit, Dankbarkeit und christliche Hoffnung
Wien, 30.10.2026 (KAP) Mit der Bedeutung des Gedenkens an Verstorbene und der Frage, warum es wichtig sein kann, sich bereits mitten im Leben mit dem Sterben zu beschäftigen, setzt sich die neue Folge des Podcasts "Orden on Air" der Österreichischen Ordenskonferenz auseinander. Darin nehmen der Benediktiner P. Johannes Pausch und Kristina Proleta vom Europakloster Gut Aich die Feiertage Allerheiligen und Allerseelen zum Anlass, die beiden kirchlichen Gedenktage nicht nur als traditionelle Feiertage zu betrachten, sondern sich mit den großen Fragen des menschlichen Lebens auseinanderzusetzen.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist das gemeinsam mit dem international bekannten Benediktinermönch Br. David Steindl-Rast verfasste Buch "Gut leben, gut sterben. Wir wissen, wohin wir gehen, wir wissen nicht, wie es dort aussieht". Darin setzen sich die drei Autoren mit Fragen rund um Leben, Sterben und Tod auseinander und zeigen auf, wie eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit das Leben bereichern kann. Eigentlich sollte "die Weisheit eines hundertjährigen Mönchs" erst nach seinem Tod erscheinen - doch der Benediktinermönch ist längst weiter und beging im Sommer bereits sein 101. Lebensjahr. Im Buch teilt er etwa "vier Dinge, die sich im Leben und im Sterben bewährt haben: Ein Testament machen. Seine Schulden bezahlen. Sich mit den Feinden versöhnen. Die Beichte ablegen".
Auch im Podcast thematisieren Pausch, der Gründer und emeritierte Prior des Europaklosters Gut Aich und Kristina Proleta, seit 13 Jahren in Gut Aich, das Thema, wie man sich auf das Sterben gut vorbereiten kann, wenn es doch so vielen Menschen schwerfällt, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Dabei geht es auch um Ängste und Zweifel, um persönliche Erfahrungen und um die Frage, wie sich ein vertrauensvoller Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit entwickeln kann. Die Auseinandersetzung mit dem Tod müsse dabei nicht zwangsläufig bedrückend sein, wie die beiden sagen. Sie könne auch den Blick dafür schärfen, was im Leben wirklich zähle. Zentral dafür sei die christliche Hoffnung, dass der Tod nicht das endgültige Ende bedeute.
"Orden on Air"
Das Medienbüro der Ordensgemeinschaften Österreich hat im März 2022 den Podcast Orden on air ins Leben gerufen. Der Titel ist Programm: Ordensfrauen und -männer kommen vor den Vorhang - und vor das Mikrofon. Ziel ist es, Persönlichkeiten vorzustellen, Einblicke in das Leben von Ordensgemeinschaften zu geben und das Engagement von Ordensleuten in vielfältigen Bereichen sichtbar zu machen. Der Podcast ist überall zu hören, wo es Podcasts gibt.