Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

KU Linz: Expertin plädiert für Eigenrechte der Natur

30.10.2026 15:01
Österreich/Kirche/Umweltschutz/Recht/Wissenschaft
Umweltrechtsexpertin Prof. Wagner eröffnete Maximilian Aichern-Vorlesung 2026
Linz, 30.10.2026 (KAP) Unter dem Titel "Schöpfungsverantwortung. Warum es Eigenrechte der Natur braucht", lud die Arbeitsgruppe "Wirtschaft - Ethik - Gesellschaft" der Katholischen Privat-Universität Linz im Rahmen der diesjährigen Maximilian Aichern-Vorlesung zum öffentlichen Abendvortrag mit Prof. Erika Wagner vom Institut für Umweltrecht der JKU Linz. Wagners Befund: Die aktuellen Klima- und Biodiversitätskrisen zeigten, dass die materiellen und verfahrensrechtlichen Instrumente ungenügend seien, um der Erderwärmung und dem extremen Artenschwund entgegenzuwirken. Deshalb braucht es für Wagner juristische Eigenrechte der Natur, wie es in einer Aussendung der KU Linz am Freitag hieß.

Ausgangspunkt ist laut der Umweltrechtsexpertin in der Regel, dass die Natur von der Rechtsordnung als Rechtsobjekt verstanden werde. Die Wahrnehmung von Interessen an der Natur erfolgt demnach als öffentliches Interesse bzw. als Interesse von Menschen, und zwar durch zum Teil weisungsabhängige Behördenvertreter. Ein internationaler Rechtsvergleich zeige dagegen, dass es auch alternative Modelle der prozessualen Vertretung der Natur gibt. Auf materiell-rechtlicher Grundlage können diese auch auf der Etablierung einer Eigenrechtsfähigkeit der Natur beruhen, so Wagner.

In einigen Ländern sei die Rechtssubjektivität der Natur bereits anerkannt. Wagner führte etwa Beispiele aus Mexiko, Bolivien, Ecuador, Bangladesch, Kolumbien und Australien vor Augen, wo teilweise sowohl in der Verfassung Eigenrechte für die Natur vorgesehen sind als auch konkret etwa Flüssen solche Rechte ausdrücklich zugesprochen werden.

Unter den drei Möglichkeiten der rechtlichen Regelung von Umwelt(schutz)Interessen - nämlich der Verankerung von Umweltschutz als Staatsziel, der indirekten Lösung über die Menschenrechte (etwa auf saubere bzw. gesunde Luft) und der Anerkennung der Natur selbst als Rechtsträgerin plädierte Wagner nachdrücklich für die dritte Variante, also für Eigenrechte der Natur.

Die Maximilian Aichern-Vorlesung findet seit 2003 in jedem Studienjahr statt und besteht jeweils aus einem öffentlichen Vortrag und aus einer Lehrveranstaltung für die Studierenden der KU Linz. Sie soll die Anliegen des früheren Linzer Diözesanbischofs und österreichischen "Sozialbischofs" Maximilian Sichern in Erinnerung halten und unterstützen. Bischof Aichern ist heuer im Jänner verstorben, sodass die aktuelle Aichern-Vorlesung auch Gelegenheit gab, ihrem Namensgeber zu gedenken, wie es hieß.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen