Leo XIV. und die Kardinäle beraten über Mission und Synodalität
Erstmals hat Leo XIV. mit den Kardinälen über die Zukunft der katholischen Kirche beraten. Das zweitägige Gipfeltreffen des wichtigsten Beratergremiums des Papstes zu dem alle 245 Purpurträger der Welt eingeladen waren, begann direkt am Tag nach dem am Dreikönigsfest (6. Jänner) abgeschlossenen "Heiligen Jahres" im Vatikan, um sich gemeinsam mit innerkirchlich entscheidenden Fragen befassen. Ein solches sogenanntes "außerordentliches Konsistorium" wird äußerst selten einberufen.
Dem Papst war es ein Anliegen, bei dem Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit wichtige Zukunftsfragen zu behandeln. Dazu legte er gleich zu Beginn der Beratungen den Kardinälen vier Diskussionsthemen vor, aus denen sie die aus ihrer Sicht zwei dringlichsten - "die Mission der Kirche in der Welt von heute" und "Synode und Synodalität, Instrument und Stil der Zusammenarbeit" - auswählten. Zwei weitere Themen - "Der Dienst des Heiligen Stuhls" sowie "Liturgie, Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens" - wurden per Abstimmung auf ein späteres Datum vertagt.
Neu war auch, dass nach Ende der Beratungen am Abend des 8. Jänners ausgewählte Kardinäle die Presse über den Verlauf und mögliche Ergebnisse der an den runden Synodentischen geführten Gespräche informieren sollten. Stunden zuvor hatte Leo XIV. seinen Kardinälen in einer Predigt noch eingeschärft, ihm bei der Kirchenleitung zu helfen, dabei jedoch der Einheit der Kirche zu dienen statt spezielle Projekte und Agenden zu verfolgen. Wichtig sei es auch, sich bei den Beratungen einander in die Augen zu schauen, einander zuhören und sich in ihrem Dialog zur Stimme der Gläubigen weltweit zu machen.
Anderthalb Tage berieten die Kardinäle aus der Kurie und aus der Weltkirche mit Papst Leo XIV. über Zukunftsfragen. Das Treffen verlief offenbar harmonisch, und die Kardinäle gaben gleich zwei Päpsten gute Noten.
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